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Tag 14: Gehen sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen

Verglichen mit den vorangegangenen Tagen beginnt dieser eher schleppend. Erst gegen 9 Uhr bequemen wir uns aus dem Zimmer und suchen uns einen Ort an dem man gemütlich frühstücken kann. "Frühstück auf die Hand" ist heute wider unseren Zeitplan, denn es gibt nicht viel zu tun. Im Cafeteriabereich eines Hotels am Park lassen wir uns nieder, beobachten das schon jetzt rege Treiben und trinken einen Kaffee oder auch zwei. Nach einer Weile beginnt eine kubanische Folkloreband zu spielen, was unseren Aufbruch noch weiter hinauszögert, denn die ungewhnten Rhythmen und die zum Tanz auflaufenden Passanten sind ein interessantes Schauspiel, das wir uns nicht entgehen lassen wollen.

Irgendwann brechen wir dann doch auf, denn Melanie will sich noch über Ausflugsziele und Transportmöglichkeiten informieren und wir wollen bereits heute das Auto zurückgeben. Benötigen werden wir es ohnehin nicht mehr und so fallen wenigstens keine Parkgebühren an. Zu unserer Erleichterung hat die Autovermietung ein Büro direkt am Park, sodass wir den Wagen zur Abgabe nciht einmal mehr umparken müssen. Ohne Probleme oder Fragen geht der Vorgang über die Bühne und wir können unser touristisches Tagwerk beginnen. Wir schlendern einige Straßen entlang, besichtigen zwei kleinere Parks und landen an der Plaza de Armas, wo noch von den gestrigen Feierlichkeiten Stände übriggeblieben sind und die Massen anziehen. Natürlich müssen wir auch wieder Scharen von Taxifahrern abwimmeln. Dass diese in Santiago noch aufdringlicher sind als in Havana, wurde uns schon zugetrage... und es stimmt. Bei näherem Nachdenken merke ich auch endlich, was Santiago so sehr von Havana unterschiedet: es hat kein Flaire. Die so charakteristischen Oldtimer sieht man hier deutlich seltener und die Fahrradtaxis und Pferdekutschen sucht man vergeblich. Man merkt kaum noch, dass man in Kuba ist.

Bereits nach kurzer Zeit gehen uns die Sehenswürdigkeiten aus, derer Santiago wirklich nicht viele hat, und wir beschließen, die Mittagshitze in der klimatisierten Casa zu verbringen. Durch die fast tote Fußgängerzone (es ist Sonntag) gehen wir zurück und treten erst am Nachmittag wieder vor die Tür. Besonders weit entfernen wir uns jedoch nicht. In demselben Hotel, wo wir auch gefrühstückt haben, setzen wir uns erst in die Cafeteria und anschließend auf die Dachterrasse. Diese kostet eigentlich Eintritt, aber man bemerkt uns auf dem Weg nach oben nicht... auch gut. Durch den Wind kann man es hier sehr gut aushalten und die Sicht auf die Stadt und besonders den Park ist erstklassig. Irgendwann gehen die Lichter untern an und die Sonne unter. Als wir schließlich gehen wollen werden wir mal wieder zum Opferschlechter Servicekräfte. Zunächst ignoriert man uns, dann vergisst man uns und dann müssen wir auch noch dem Wechselgeld hinterherlaufen. Insgesamt dauert es fast eine halbe Stunde, bis wir aufbrechen können. Heute zieht es uns wieder in das Restaurant von Vorabend. Dsas Preisleistungsverhältnis ist kaum zu schlagen und abgesehen von einem Intermezzo wirklich schlechter Livemusik ist auch die Unterhaltung besser. Mit Cocktails stoßen wir auf unseren letzten gemeinsamen Abend in Kuba an und beenden einen auf angenehme Weise ereignislosen Tag.

18.10.16 16:59

Letzte Einträge: Tag 11: Highway to Hell, Tag 12: Kulinarische Erkundungen, Tag 13: Viva el Comandante, Tag 15: Transportprobleme, Tag 16: Abschied

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